improv

Improv oder improv comedy ist eine Form der Comedy, bei der einer oder mehrere Comedians auf Basis eines irgendwie gearteten Regelwerks lustige Spiele und Szenen improvisieren. In Deutschland ist das Genre bislang eher am Rande bekannt. In den USA dagegen gibt es große Institutionen wie die Upright Citizen Brigade (UCB) oder The Second City, die sich improv widmen.

Unterschieden wird dabei zwischen short form improv und long form improv. Bei short form werden kurze, unzusammenhängende Szenen gespielt oder kleine, fest umrissene Impro-Spiele. Long form ist mehr an der Entwicklung von Charakteren und Szenen interessiert.

Hierzu eine kurze Ausführung: Long form improv kann man sich grob gesagt als Mix aus Impro-Theater und Stand-up-Comedy vorstellen. Zunächst wird vom Publikum eine Anregung eingeholt, dann verständigen sich etwa drei bis sechs Spielende auf eine Basis und arbeiten in kurzen bis mittellangen Szenen eine Idee aus. Berühmteste Szenenabfolge ist der sogenannte Harold. Das ist eine etwa 25 Minuten dauernde Form, die einen Opener hat und eine Ideengenerierung, aus der dann drei Szenen folgen, dann eine Gruppenszene, dann eine Fortsetzung der ersten drei Szenen, dann wieder eine Gruppenszene, dann der dritte Teil der drei Szenen. Dann kommt eine Gruppenszene mit allen Spielern zusammen, dann folgt der zweite Teil der drei Szenen, dann eine weitere Gruppenszene, dann der dritte Teil der Szenen. Alles klar?

Natürlich ist es schwierig, Improvisation auf Video festzuhalten. Bei improv gilt vielleicht wie bei keiner anderen komischen Form, dass man sie einfach mal live erleben muss und vieles wird klarer.

 

Synonyms: Improcomedy

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